4. Etappe Heldburg-Simmershausen

Als wir heute zum Frühstück kamen, erfuhren wir von Robert und Karsten, dass ihre beiden Mädels die Hufe hochgerissen hatten. Mirko ging es immer noch nicht besser mit der Schulter und Karsten war auch mit dem Magen zwischen Toilette und Bett unterwegs.
Wir legten also zusammen und finanzierten je zur Hälfte das Taxi. Für die verbliebenen Recken (Robert, Keule, Indikator, Tino, Hansen, Sammi und Nico) ging es dann ersteinmal nach Heldburg hinein um sich das Städtchen anzuschauen. Das kleine Städtschen ließen wir also hinter uns und machten uns auf eine harte Etappe.

in Heldburg
in Heldburg

Zwar auf Thüringer Seite gelegen, gehört der Volksstamm allerdings den Franken an. Das kleine Städtschen ließen wir also hinter uns und machten uns auf eine harte Etappe.
Wir passierten einen alten Grenzbereich und schauten uns voller Staunen die alten Befesitigungen an der ehemals Deutsch-Deutschen Grenze an. Gott sei Dank gab es Menschen, die dies alles bewahrt haben und wir nun auf den Spuren dieses Irrsinns wandeln können.

eine alte PKW Sperre an der ehem. Grenze

Eine alte PKW Sperre an der ehemaligen Grenze

Vorbei an der Quelle der fränkischen Saale, in welcher von 2 Kollaborateuren des kommunistischen Systems das Wasser verseucht wurde, fuhren wir auf Thüringer Seite weiter und bemerkten, das nicht ein einziges Gasthaus geöffnet hatte um den Hunger zu stillen (Mo, Die Ruhetag und meist sowieso erst nach 15:00) => Schwach!

Unterwegs mit Keks!
Unterwegs mit Keks!

So fuhren wir fluchend und mit knurrendem Magen herum. 14:30 erschien dann der Engel auf Rädern -nein, kein Urin-Engel vom ADAC- sondern ein Bäcker, der sogar Wurscht auf der Pritsche hatte. Der wurde restlos geplündert.

Zwischenrast nach Plünderung des Bäckers
Rast nach Bäckerplünderung mit Wurscht!

Er machte mit uns sicherlich einen Wochenumsatz. Dann suchten wir uns ein schönes Fleckchen und aßen unsere Wurst, Kuchen, Brötchen und Brot Ration auf.
Vorbei an etlichen Querungen des Kollonenweges kommt man dann zu einem der Higlights der Tour, die unbedingt mitgenommen werden sollte:

Die Gaststätte „Zur Weimarschmiede“ Eine Übernachtung ist ebenfalls möglich, es sollte allerdings vorher angerufen werden. Eine hervorragende Atmosphäre wird von der unermütlichen netten Wirtin begleitet, die so manche Geschichte zur Entstehung des Fahrradweges „Das grüne Band“ erzählen kann. Nicht scheuen, dass Glockenbändchen an der Tür zu ziehen, denn die Gastwirtschaft öffnet auf Bedarf. Wir wären am liebsten da geblieben. Das ging aber nicht und so machten wir dann relativ spät weiter.

Die Weimarschmiede!
Die Weimarschmiede in Fladungen „Ein Muss!“

Damit begann für mich die Tour Tour. Ich hatte zu wenig gegessen und die letzten km zogen sich ziemlich krass. Ich quälte mich und hoffte dass es bald vorbei sein würde.

In Heldburg
Da gings mir noch gut 🙂

Allerdings passten alle auf mich auf und „zogen“ mich die Berge hoch. Danke! Dann wurde mir richtig kalt und ich zog meine 2 Jacken an. Auch das half nur mäßig. Der Körper hat also nicht mal mehr energie um deine Körperwärme konstan zu halten, dachte ich.
Abend kamen wir dann an und bekamen -wir waren spät da- erstmal einen etwas mürrischen Wirt zu Gesicht. Allerdings wurden wir danach absolut belohnt. Ein hervorragendes 3 Gängemenu (Halbpension) mit allem was man sich wünscht. Ich erhölte mich sehr schnell und war dann auch wieder fit zum Bier trinken.

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