6. Etappe Rifugio di Sorgenti – Rifugio Marinelli

22.07.2007
km: 32
hm: 1250 am Stück

Heute früh wachte ich gegen 6:30 Uhr von allein!! auf. Allerdings waren die Jungs schon auf. Hatte mich schon gefreut, sie auch mal aus dem Nest zu schmeißen -aber wieder nichts!-. Dann ging es nach einem wie immer reichlichen Frühstück 8:00 los. Die beiden Stuttgarter waren auch schon aufgebrochen (7:00) . Wir fuhren aber aufgrund des schönen Abwärtstrends leider falsch und mussten so auf eine befahrene Strasse ausweichen. Gott sei Dank brachte das keinen Riesenumweg mit Strapazen. Danach kamen wir zum harten Teil der Etappe – den Anstieg zum Rifugio Marinelli-.
Völlig breit!
Völlig breit!

In einer Hütte kam es dann zu einer lsutigen Erklärungsveranstaltung. Wir versuchten einen Apfelstrudel zu bestellen. Ich versuchte das mit dem bischen franz. was ich kann zu beschreiben. Nunja jedenfalls Wollten wir einen Apfelstrudel und das verstanden sie nicht. Dann kam sie irgendwann raus und fragte uns einen Fruchtstrudel vor sich haltend ob es das ist was wir wollen. Wir bejaten freudig. Natürlich wollten wir uns nicht noch mal in die Nesseln setzen und fragten auch sogleich nach der italienischen Vokabel des Gebäcks – vorher hatten wir ca. 1/2h verbal, künstlerisch und gestisch versucht zu erklären, was wir wollen-. Da kam doch von der Kellnerin: „This? is Strudel!“. Wieder ein neues Wort auf italienisch gelernt :). Wir lachten, sie lachte und wir bekamen unsere Energiebombe serviert. Am Ende lies es sich Keule nicht nehmen, die Schwaben zu überholen. Das musste sein :).
Indikator und ich wurden von netten Wanderern den Berg hinaufgeschoben. Fetzt halt hier.

Blick auf unser Refugio
Blick auf unser Refugio (Bild anklicken für Großansicht)

Gepflegtes Schlaflager im Rifugio Marinelli
Gepflegtes Schlaflager im Rifugio Marinelli

Wir bestiegen dann noch einen Nachbarberg und fanden uns zum Konversationshöhepunkt der Tour zusammen. Nach dem ersten Bier:

Keule:
„Was die jetzt bei der Tour de France wohl machen? Die fressen wahrscheinlich schon die Kräuter vom Wegesrand!“

Nico:
„Nu, da bekommen nun alle Kräuter neue Namen, z.B.: Klödenkraut“

Keule (feixt)
„Ulrichwurz oder Zabelkiefer!“

So ging das noch eine Weile und wir kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Dann gab es ein wunderbares Essen und das Bett rief. Dann kam auch das Gewitter. Allerdings abgeschwächt in der Nacht. Kalt ist es hier oben (8°C).

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